Chronik

Radfahren in der Gruppe ist schon seit langer Zeit Tradition in Wolnzach. Bereits in Zeitungsannoncen im Jahr 1903 wurde ein Radclub, der Velociped Club Wolnzach, erwähnt. 1978 war es dann soweit, dass der Radsportclub Wolnzach von radbegeisterten Bürgern ins Leben gerufen wurde. Zuerst wurden gesellige Radfahrten durchgeführt, wobei einige der hier geführten Strecken noch immer gerne gefahren werden. Lediglich das Leistungsspektrum hat sich geändert. Wo jetzt mit den Rennrädern über die Hügel und durch die Täler rund um Wolnzach gefahren wird, wurde damals noch mit Tourenrädern geradelt. 1981 wurde die Satzung des RSC verfasst und der Verein wurde zudem Mitglied bei den verschiedenen Sportverbänden.

Seit 1981 fanden auch Rennen in Wolnzach statt. Initiator war ein Gründungsmitglied, Günther Jehl. Mit tatkräftiger Unterstützung der Vereinsmitglieder, der Freiwilligen Feuerwehr und der Marktgemeinde gelang es, eines der wohl größten und bekanntesten Radrennen in der Region aufzubauen, die „Wolnzacher Hopfenperle". Der Rundkurs war 12,6 km und führte von Wolnzach über Haushausen nach Kemnathen weiter über Eschelbach und zurück über den Schermbach. Die Strassen mussten hierfür teilweise abgesperrt werden, was heute aufgrund der hohen Auflagen fast nicht mehr möglich ist. Zusätzlich veranstaltete der RSC auch ein Marktkriterium, welches mitten im Ort ausgetragen wurde. Ein hochkarätiges Starterfeld aus Olympioniken und ausländische Nationalmannschaften boten den vielen Zuschauer zuletzt großartige Rennen. Abgerundet wurden die sportlichen Ambitionen der RSC'ler mit internen Rennen wie Bergzeitfahren, Einzelzeitfahren und einer Marktmeisterschaft.

Clubaktivitäten fanden erst im Sommer 2007 statt. Nachdem ein ehemaliges Mitglied einen Aufruf im Donaukurier startete, fanden sich wieder viele interessierte Rennradfahrer aus der Umgebung im Verein ein. Seitdem lebt der Verein wieder auf. Mit vereinsgeselligen Aktivitäten wie einem monatlichen Stammtisch, das An- und Ausradeln und einem Sommerfest. Aber auch die sportlichen Aktivitäten wie die erfolgreiche Teilnahme an Radtourenfahrten, dem 24 Stunden Rennen in Kehlheim, die Beteiligung am Lauf 10 wurden zu ersten Meilensteinen für einen lebendigen Verein gesetzt. Und nicht zuletzt die Trainingsausfahrten am Mittwoch und Sonntag geben dem Verein wieder den ursprünglichen Sinn zurück.